„Wohlauf die Luft so frisch und rein …“ möchte der patriotische Franke mitsingen, wenn er die neue DVD aus der Krimischmiede von radio rimpar in den Player legt. Denn das es die Macher der „Dadord“-Reihe rund um Christian Kelle mit dem Fränkischen ernst meinen, zeigt sich von Beginn an. Und schon zuvor, ist auf der DVD-Box doch bei den Sprachen neben „Deutsch“ auch „Fränkisch“ angegeben.
Wer des Fränkischen nicht allzu mächtig ist, muss aber auch nicht gleich nach Untertiteln im Auswahlmenü suchen. Es reicht schon, wenn man weiß was a g’scheiter Spruchbeutel is. Der Ernst Mostberger, Weinkellermeister der oberen Zehntausend im beschaulichen Würzburg, ist so ein Spruchbeutel. Oder besser er war es, denn irgendjemand schien Mostberger nicht besonders zu mögen und ihm deshalb eine Holzlatte samt Nägel in den Kopf gerammt zu haben. Doch neben mehr Manneskraft versprechenden Weinsorten geht es beim „Tod im Wengert“ noch um Kunstdiebstähle und auch die Russenmafia hat ihre mordenden Hände mit im Spiel.
Erfolgsverwöhnte Amateurfilmer
„Tod im Wengert“ ist der bisher erfolgreichste Lokalkrimi, stolz konnten die Macher im Kino Zusatzveranstaltungen ansetzen. Durchaus zurecht, denn aus dem ein oder anderen Fehler beim „Töchter & Söhne“ hat man die richtigen Schlüsse gezogen. Allen voran hat der Film diesmal die richtige Länge, statt wie sein Vorgänger gut eine halbe Stunde zu lang zu sein. Das liegt auch daran, das die Geschichte, wenn auch nicht das originellste vom Originellen, dennoch gut und zügig erzählt wird. Auch die vier Hauptdarsteller haben sich längst ordentlich eingespielt, allein der Konflikt zwischen Privatdetektiv Strick (Christian Kelle) und Kommissar Rabe (Gerald Schneider) wirkt stellenweise doch recht künstlich.
Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch diesmal wieder der Lokalkolorit rund um die Domstadt, den die radio rimpar-Leute mit eingefangen haben. Im Gegensatz zum vor einiger Zeit gelaufenen Regionalkrimi des Bayerischen Rundfunk wissen die Leute vor Ort halt, was echte Würzburger Drehplätze sind, statt ihre Handlung vor den klischeehaften Touristenkulissen spielen zu lassen. Auch das macht den Charme der „Dadord“-Filme aus und lässt über Amateurschauspielerleistungen und nicht immer zündende Gags hinwegsehen. Schließlich gibt es kaum eine schwerer umzusetzende Regieanweisung als „Sei jetzt mal ganz natürlich und schauspielere nicht“ und das einzige was schlimmer gewesen wäre, als einen „Provinz auf Weltniveau“-Gag ins Drehbuch zu schreiben, wäre es nicht zu tun.
















[...] von TV touring meine Filmkritik zum neuen Dadord aus von radio rimpar television zu schreiben: Filmkritik: “Dadord Würzburch – Tod im Wengert” Social [...]
Ein Film, der 90 Minuten Spaß macht und nicht wie viele andere Amateurstreifen mit Längen zu kämpfen hat.
Schön wäre es aber gewesen, wenn Detektiv und Kommisar ein bißchen mehr zur Aufklärung des Falls beigetragen und sich nicht ständig von den Ereignissen überrollen lassen hätten. Am Drehbuch darf das nächste Mal gern ein wenig mehr gefeilt werden
Dass die sich überrollen lassen gehört ja zum Konzept, lieber Paul
[...] This post was mentioned on Twitter by TV touring Fernsehen, Karl-Heinz Mechler and Karl-Heinz Mechler, Mainfranken2.0. Mainfranken2.0 said: "Dadord Würzburch – Tod im Wengert"-DVD zu gewinnen: http://ow.ly/1E88d [...]
Na da bin ich doch gerne bei der Verlosung dabei! Des mussma sofort mitnehmen, wenn mal was auf fränkisch im TV zu sehen ist!!
Ich würde den Film zu gerne sehen! Hab ja schon viel davon gehört…