Neulich erzählte mir Anna-Lena, die Tochter einer Freundin, sie werde in der Schule von zwei anderen Mädchen ständig geärgert. In Tränen aufgelöst berichtete die Zwölfjährige über das Verhalten der beiden Mitschülerinnen: Entweder ignorieren diese sie offenkundig oder die beiden tun aktiv Dinge, um sie vor Anderen bloß zu stellen. Gemein und hinterhältig. Da die Schülerinnen in eine Klasse gehen, können sie sich nicht aus dem Weg gehen.
Grausames Mobbing
Zickenterror, Pubertätserscheinung,… man mag es nennen, wie man will, ein sogenanntes Mobbing ist grausam, gemein und ungerecht. Völlig entrüstet erzählte Anna-Lena den jüngsten Vorfall: Die beiden Mädchen haben ihr im Pausenhof ihr Brot abgenommen und sie ausgelacht, weil sie nun nichts mehr zum Essen hatte.
Mutlose Schüler
Das Schlimmste an der Situation war für Anna-Lena, dass die anderen Schüler tatlos zuschauten, statt sich einzumischen. Was wäre denn dabei, zu den beiden Schülerinnen zu sagen: “Lasst das!”? Schon eine solche Aussage kann den “Angreiferinnen” Grenzen aufzeigen, die Situation entspannen und dem Einzelnen, Angegriffenen das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.
Jeden kann es treffen
Zivilcourage nennt man das. Auf die innere Stimme hören und sich für Gerechtigkeit einsetzen. Immer wieder hört und ließt man in den Medien von Menschen, die ohne Rücksicht auf Konsequenzen für sich selbst den Mut aufbringen und helfen. Anna-Lena hätte sich die Unterstützung Ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen gewünscht. Dann wäre die Situation für sie leichter gewesen. Solidarität stärkt.
Ich bin der Meinung, es sollten sich viel mehr Menschen öfter trauen, sich einzumischen. Schließlich kann Mobbing jederzeit jeden betreffen. Und dann ist man auch über die Hilfe Anderer froh. Ich denke, am besten motivieren Geschichten, Erfahrungen und Berichte von Schülern, die geholfen haben.
Oder vielleicht hast du ein Problem mit anderen Schülern und magst darüber berichten.
Schreibt doch einfach eure Mobbing-Erlebnisse oder Ratschläge in den Kommentar und teilt eure Erfahrungen mit Anderen.
Links zumThema:
www.schueler-mobbing.de
www.gesicht-zeigen.de
www.zeige-courage.de
www.eingreifen.de















Ich weiß nicht ob man den Schülern, die nichts sagen wirklich große Vorwürfe machen kann. Klar wäre es richtig, etwas zu sagen, aber was richtig ist, ist für den einzelnen eben nicht immer das beste. Das Leben in unseren Schulen ist kein US-Highschoolfilmchen, wer einschreitet, steht doch eher als nächstes Opfer dar, als als Held.
Man soll sich natürlich auf keinen Fall selbst in Gefahr bringen. Ich denke man muss die einzelne Situation abschätzen. Wenn wirklich ernste Gefahr droht ist es vielleicht sinnvoller, einen Lehrer oder anderen Erwachsenen zu informieren. Oder man stellt sich als Gruppe hinter einen Mitschüler.
Einladung zur Mitmach-Aktion: “Pro Fairness gegen Mobbing” ( siehe ggf. google)