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Krankes Kind – was nun?

Montag Morgen, der Wecker klingelt. Aufstehen, Anziehen, Frühstück machen und Kind aufwecken. Dann der Schreck: der Nachwuchs ist krank und müsste gehütet werden. Aber die Arbeit wartet. Großeltern sind nicht in der Nähe.

Eine Situation, wie viele Eltern sie in den Herbstmonaten und gerade auch jetzt, im Frühling mit seinem wechselhaften Wetter, erleben. Jeden Tag fällt mein Blick morgens im Kindergarten zuerst auf die „Kranktafel”: eine Pinnwand, auf der die aktuellen ansteckenden Krankheiten in den einzelnen Gruppen bekannt gemacht werden. Das ist sehr praktisch. Man sieht zwar nicht, WANN das eigene Kind krank werden wird – aber man hat wenigstens die absolute Sicherheit, DASS es krank werden wird und welche Krankheit sich ankündigt.

Krankes Kind in den Kindergarten?

Gerade für Alleinerziehende aber auch nicht nur für diese ist das eine spannungsreiche Situation und viele Mütter wägen ab, ob nicht doch das Kind mit Ibuprofen oder anderen fiebersenkenden Mittelchen aufgepeppt in die Betreuung geschickt werden kann. Nicht nur einmal habe ich beim Kinderarzt miterlebt, dass Mütter ins Arztzimmer durchgestellt wurden und er ihnen versicherte, dass es doch besser wäre, wenn das Kind doch lieber noch wenigstens einen Tag zuhause bleiben könnte….
Meine Arbeitgeber sind ausgesprochen rücksichtsvoll und sehr kinderfreundlich. Aber so viel Verständnis schlägt leider nicht jeder Mutter entgegen. … Angst vor Konsequenzen… Ausserdem möchte man gerade auch als ehrgeizige Frau auf der Arbeit „seinen Mann stehen” und die finanziell abgesicherte Zukunft sicherstellen.

Ausweg aus dem Dilemma

In München gibt es nun schon seit Jahren für solche Fälle einen häuslichen Betreuungsdienst für kranke und genesende Kinder: www.zu-hause-gesund-werden.de/. Dort können Mütter und Väter spontan anrufen und eine ausgebildete Pflegekraft kommt sofort und für wenig Geld ins Haus. Kostengünstig deshalb, weil diese Einrichtung von der Stadt München finanziell unterstützt wird.
… Wäre doch auch eine sinnvolle Maßnahme für unser kinderfreundliches Würzburg…

Um diese Idee an den Mann zu bringen, telefonierte ich mir die Finger wund:  Kinderschutzbund, Diakonie, Stadt Würzburg,…  Keine Zuständigkeit, kein Geld, dauert noch, …

Von Seiten der Stadt wurde jetzt argumentiert, dass eventuell der Bedarf nicht ausreiche, … dass ein krankes Kind seine Mutter brauche, … dass die Idee noch Zeit brauche, um zu reifen…

Ich bin der sicheren Überzeugung, dass nicht wenige Mütter hier in Würzburg diesen Service begrüßen und nutzen würden.

2 Antworten auf “Krankes Kind – was nun?”

  1. Sandra sagt:

    Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern und arbeite drei Tage die Woche. Wenn eines der Kinder krank ist muss ich zuhause bleiben, weil wir keine Großeltern in Würzburg haben. Manchmal kann das ein längerer Zeitraum sein, da sich die Kinder dann gegenseitig anstecken. Ich würde einen Krankeskindbetreuungsdienst sehr begrüßen und vor allem auch während der Grippezeiten nutzen, da ich nicht so oft von der Arbeit wegbleiben kann.

  2. Michaela sagt:

    … ja, der Meinung bin ich auch. Vor allem als Alleinerziehende wird einem gewaltig der Druck genommen, ständig auf der Arbeit zu fehlen. Und wenn man alleine verantwortlich ist für das Einkommen, dann ist so ein Hilfsdienst nochmal um Einiges wichtiger!

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